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Dani Wilde "Shine"

Dani Wilde "Shine"
Ruf Records

Schon als Kind wurde sie mit einer Reihe von Musikgenres vertraut gemacht, von den 60ern und 70ern Motown und Stax Records bis hin zu Blues reichend. Es war ihr Vater, der sie in jungen Jahren dazu motivierte, in den umliegenden Pubs Gigs zu spielen, und schon damals war deutlich zu erkennen, dass sie ein ganz besonderes Talent entwickelte.

Als sie gefragt wurde, weshalb sie ausgerechnet den Blues singen wolle, antwortete sie "Nun ja, als ich 13 oder 14 war, fuhr ich aufs Bishopstock Blues Festival und sah dort gegenwärtige Bluessänger wie Sue Foley, Shemekia Copeland und Susan Tedeschi auftreten. Bis dahin hatte ich nur die alten chicagoer Spieler wie John Lee und Muddy Waters gesehen, aber noch keine jungen Künstlerinnen den Blues spielen sehen, und das haute mich wirklich um, so dass ich meine Mission darin sah, in Susan Tedeschis Fußstapfen zu treten.

Shine heißt nun das neueste Album der Engländerin Dani Wilde und der Titel passt wie die berühmte Faust aufs Auge. Auf ihrer zweiten Veröffentlichung strahlt diese Künstlerin nämlich eine Reife aus, die über ihr noch relativ junges Alter hinwegtäuscht.

Nach ihrem Durchbruch mit der Debütplatte Heal My Blues aus 2008 und ihren unvergesslichen Auftritten bei der Ruf Records BluesCaravan-Tour im gleichen Jahr, etabliert sich Wilde nun endgültig als wahre Könnerin. Sie glänzt sowohl als Sängerin und Gitarristin, als auch mit den neun Titeln, die aus ihrer eigenen Feder stammen.

Auch wenn ihr Sound nach wie vor vom Blues geprägt wird, geht sie mit den neuen Songs weit über die festgelegten Grenzen des Genres hinaus.Die positive Entwicklung als Songwriterin zeigt sich genauso in den düsteren Zeilen von Don't Give Up On Me wie in der freudigen Ausgelassenheit des 'ich hau ab'-Stückes I Don't Even Care.

Abandoned Child besticht mit einer einfachen, menschlichen Botschaft, während How Do You Do It die Art romantische Drama liefert, die wir sonst eher mit der R&B-Königin Etta James verbinden. So wird Shine wie der Name schon sagt zu einer wahren Glanzleistung.

Fazit
Die Scheibe dreht nun seit einigen Stunden in meiner Anlage ihre Kreise und ich kann ehrlich gesagt nicht genug bekommen von dem neuen Album "Shine" der Sängerin und Songwriterin Dani Wilde. Besonders angetan haben es mir die Songs "Some kinda crazy", mit dem elektrisierenden Gitarrensolo von Ben Poole und Will Wildes gefühlvoller Harmonika, und dem einfühlsamen "Abandoned child". Unterstützt wird Dani Wilde von einer Reihe von äußerst virtuosen und engagierten Musikern, die den Blues in den Adern haben. (Bernd Kielmann)

Tracks
1. Shine
2. Some Kinda Crazy
3. Miss You
4. How Do You Do It?
5. Red Blooded Woman
6. Don't Give Up On Me
7. I Don't Even Care
8. Abandoned Child
9. Born To Love Him
10. Where Blues Begins
11. Big Brown Eyes

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