Die vergessene Revolution von 1918-19

- Die vergessene Revolution von 1918/19
Hsg.: Alexander Gallus
Seiten: 248, broschur
Vandenhoeck & Ruprecht
€ 24,90 (D)
ISBN 978-3-525-36386-7
Es ist eigentümlich still geworden um den ersten Systemwechsel in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Weder in der öffentlichen Erinnerung noch in den Spalten des Feuilletons oder den Debatten der Fachhistoriker spielt der Umbruch von 1918/19, der zur Etablierung der ersten deutschen Demokratie führte, eine bedeutende Rolle.
Andere Wendepunkte der jüngeren deutschen Geschichte finden regelmäßig mehr Widerhall als die Zäsur von 1918/19. Umso angebrachter ist es, mehr als neunzig Jahre danach eine Bilanz zu ziehen, aktuelle Tendenzen der Forschung zu erfassen, weiterführende Perspektiven zu entwickeln und die Bedeutung der Revolution von 1918/19 für die deutsche Geschichte zu ermessen.
Dazu leistet dieser Band über die »vergessene« Revolution einen Beitrag.
Inhalt
Vorwort/Einleitung
Alexander Gallus
Die vergessene Revolution von 1918/19 – Erinnerung und Deutung im Wandel
Alexander Gallus
Der erstaunlich lautlose Untergang von Monarchie und Bundesfürstentümern
Lothar Machtan
Der steinige Weg zur Demokratie – Weimarer Nationalversammlung zwischen Kaiserreich und Republik
Heiko Bollmeyer
Einführung des Frauenwahlrechts und Geschlechteremanzipation zu Beginn der Weimarer Republik
Kathleen Canning
Die Entstehung der »Dolchstoßlegende«
Boris Barth
Revolution und Sozialforschung – Linke Sozialwissenschaftler am Kieler Institut für Weltwirtschaft um 1918
Detlef Siegfried
Die Gründung der KPD
Werner Müller
Deutsche Revolution 1918/19 in transnationaler Perspektive
Michael Geyer
Die Revolution von 1918/19 in der deutschen Geschichte
Axel Schildt
Autor
Alexander Gallus, geboren 1972, ist Juniorprofessor für Zeitgeschichte an der Universität Rostock.
Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der University of Oxford (Corpus Christi College); dort Master-Abschluss; Grund- und Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
1998/99: Promotion zum Dr. phil. an der Technischen Universität Chemnitz mit einer Arbeit über den “Nationalneutralismus im Westen Deutschlands zwischen 1945 und 1990“
1998-2006: Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Assistent an der Technischen Universität Chemnitz
2000: Preis der Philosophischen Fakultät der Technischen Universität Chemnitz
seit 2006: Juniorprofessor für Zeitgeschichte an der Universität Rostock
2008: Förderpreis der Deutschen Gesellschaft e.V. (verliehen durch den Bundesinnenminister)
Leiter der Fachgruppe Sozialwissenschaft und Historische Sozialforschung der Gesellschaft für Deutschlandforschung;
Mitglied des Auswahlausschusses der Studienstiftung des deutschen Volkes.
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