Ein Jahr Reader in Deutschland
Im März 2009 hat Sony als erstes Unternehmen in Deutschland ein elektronisches Lesegerät flächendeckend im Buchhandel angeboten und den Aufbau eines im EPUB-Format zur Verfügung stehenden Content-Kataloges zusammen mit Partnern aus der Buchbranche maßgeblich vorangetrieben. Um diese Entwicklungen weiterhin proaktiv zu unterstützen und auf die Bedürfnisse sowie Wünsche der Konsumenten eingehen zu können, wurden in den letzten Monaten in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern diverse Studien und Aktivitäten durchgeführt.
Aktuell hat Sony Deutschland zwei Produkte mit unterschiedlicher Ausstattung und in verschiedenen Preissegmenten im Handel: Der handliche Reader Pocket Edition™ spricht insbesondere Vielleser an, die jederzeit schnell und komfortabel auf eine umfangreiche Bibliothek zugreifen möchten. Mit seinen erweiterten Anwendungen, beispielsweise die Such-, Markier- und Notizfunktion, richtet sich der Reader Touch Edition™ hingegen an eine Zielgruppe mit professionelleren Lese- und Arbeitsbedürfnissen.
Reader Touch Edition im Hochschuleinsatz: Studierende sind positiv gestimmt
Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Wildau, unter Leitung von Dr. Tilo Wendler, hat Sony Deutschland eine Studie zum Einsatz des Reader Touch Edition im Studienalltag durchgeführt. Insgesamt 99 Studierenden aus dem Fachbereich Wirtschaft, Verwaltung und Recht wurde das digitale Lesegerät von Sony vorgestellt und per Fragebogen eine Erhebung durchgeführt. Das Ergebnis ist durchweg positiv:
° Die überwiegende Mehrheit (88,8 Prozent) möchte den Reader Touch Edition im Rahmen des Studiums testen.
° Hauptargument für den Einsatz eines solchen Gerätes ist die Möglichkeit, viele Bücher gleichzeitig zur Verfügung zu haben (91,9 Prozent). Das Spektrum reicht hier von Fachliteratur über Belletristik bis hin zu Sachbüchern.
° Das zweitwichtigste Kaufargument für Studenten stellt das eingebaute Wörterbuch zum Verstehen englischsprachiger Literatur dar (91 Prozent).
° Neben der Notizfunktion haben die Studenten die Suchfunktion (78,6 Prozent) des Reader Touch Edition als besonders wichtiges Feature genannt.
„Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Studierenden die Mehrwerte des Reader Touch Edition von Sony klar erkennen und Interesse daran haben, ein solches Gerät im Studium einzusetzen“, kommentiert Dr. Tilo Wendler, Dozent an der Technischen Hochschule Wildau: „Es ist nun dringend erforderlich, dass auch alle Fachverlage wesentlich mehr Inhalte im EPUB-Format zur Verfügung stellen, damit diese auf elektronischen Lesegeräten genutzt werden können.“
„E-Reading“-Feldtest für Zeitungen: die Ergebnisse
Ende 2009 startete mit Beteiligung der Deutschen Presse-Agentur dpa der erste „E-Reading"-Feldtest für Zeitungen in Deutschland. Insgesamt 40 Leser der „Ruhr Nachrichten" (Dortmund) und der „Frankfurter Rundschau" haben digitale Ausgaben im EPUB-Format auf einem Reader Touch Edition von Sony erhalten, um täglich aktuelle Nachrichten ihrer Zeitung digital lesen zu können. Während des Testzeitraums wurde untersucht, wie Inhalte einer Zeitung auf dem Reader von Sony dargestellt werden sollen – das Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem Umfang, der Navigation und dem Leseerlebnis für den Nutzer. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Probanden großes Interesse an digitalisierten Inhalten ihrer Zeitung auf einem elektronischen Lesegerät zeigen. Sie merkten an, dass der Reader vor allem bei längeren Reportagen, Hintergrundberichten und speziellen Themen-Editionen von großem Vorteil ist. Aus diesem Grund wird die dpa zur Leipziger Buchmesse die „Deutsche Presse-Edition“ für E-Books starten. Unter diesem Dach wird Verlagen eine Vielzahl an Optionen geboten, eigene Inhalte einfach und kostengünstig als digitales Buch zu publizieren und über den Partner Libri zu vertreiben. Dr. Gerd Kamp, Leiter dpa-newslab: „Wir haben mit dem Feldtest gelernt, wie wir Prozesse mit den Verlagen optimal abstimmen und die technischen Möglichkeiten der Geräte voll nutzen können. Dies ist die Basis für attraktive Publishing-Lösungen für elektronische Lesegeräte wie den Reader von Sony.“
READERclub von Sony: die erste Adresse für E-Book Fans
Der READERclub hat im ersten Jahr seines Bestehens ein imposantes Wachstum gezeigt – seit dem 11. März 2009 haben sich mehr als 8.000 User (40 Prozent Frauen; 60 Prozent Männer) registriert. Damit zählt der READERclub zu den größten deutschsprachigen Communities rund um die Themen E-Books und elektronische Lesegeräte. Die Online-Plattform ist Treffpunkt für Literatur-Enthusiasten, die sich über aktuelle Neuigkeiten, den Reader, das Zubehör, technische Tipps und Tricks sowie E-Books austauschen. Die Vorteile als registriertes Mitglied liegen auf der Hand: Im Forum können sich die E-Book Fans untereinander austauschen, haben Einblick in die aktuellsten E-Book Vorstellungen sowie Rezensionen und können gratis auf E-Books sowie Leseproben im EPUB-Format zugreifen. Außerdem ist ihnen die Teilnahme an Gewinnspielen und Umfragen vorbehalten.
Seit Februar 2010 gibt es auf der Plattform zudem die neue Rubrik „Autoren zu Gast im READERclub“. Bereits zwei Schriftsteller haben hier mit den Usern interagiert und ihre neuesten Werke vorgestellt. Den Anfang machte Markus Albers, der eine virtuelle Leserunde durchführte und über zwei Wochen mit den Mitgliedern der Community die Kernthesen seines E-Books „Meconomy“ diskutierte. Die zweite im Bunde ist die Autorin Arezu Weitholz. Unter dem Motto „Bis Ostern gibt’s Fisch“ präsentiert sie im Forum wöchentlich ein frisches Fischgedicht[1].
Reader von Sony stimmt den Handel zufrieden
Der Markt für elektronische Lesegeräte und digitale Inhalte ist in den letzten zwölf Monaten deutlich gewachsen. Dies schlägt sich nicht nur bei Sony Deutschland nieder, wo der Reader die am schnellsten wachsende Produktkategorie ist, sondern auch bei den Buchhändlern und dem Distributoren.
Michael Wetzel, Direktor Marketing und Kommunikation bei der Thalia Holding GmbH: „Wir als Thalia sind nach wie vor vom Potenzial des E-Book Marktes überzeugt und in diesem Zusammenhang auch mit dem Verkauf der Reader von Sony sehr zufrieden. Wichtig ist für uns eine zunehmende Vielfalt und Attraktivität der Geräte – damit steigt auch die Nachfrage nach den Inhalten, was uns als Buchhändler zugutekommt.“
Susanne Martin, Inhaberin der Stadtteilbuchhandlung „Schiller Buchhandlung“ in Stuttgart, stimmt dem positiv zu: „Als Stadtteilbuchhandlung können wir am Geschäft mit dem Reader von Sony partizipieren, weil wir diese Geräte nicht unter dem Kassentisch verstecken, sondern offensiv bewerben. Ob durch die stationäre Präsentation der Reader in den mitgelieferten Displays, anhand von Plakaten und Broschüren oder durch die Vorstellung in unserem Newsletter und auf unserer Homepage – wir konnten Interesse bei unseren Kundinnen und Kunden wecken, die mehr über die Reader und E-Books erfahren wollten. Außerdem wurde der E-Book Download über unsere Website angekurbelt. Alles in allem ein positive Entwicklung, die mich und meine Kunden freudig stimmt.“
Stetiges Wachstum: das Content-Angebot im EPUB Format wird immer größer
Das Angebot digitaler Inhalte für elektronische Lesegeräte ist in den letzten zwölf Monaten rasant gewachsen. Mittlerweile bieten nahezu alle wichtigen Publikumsverlage ihre Neuheiten als E-Book an. Positiv zu beobachten ist zudem, dass ein Großteil aller relevanten Verlage im nicht proprietären EPUB-Format veröffentlicht. Dieses wird vom Reader Portfolio von Sony unterstützt und bietet dem Konsumenten die größtmögliche Freiheit bei der Wahl der Inhalte.
„Wir begrüßen, dass sich das offene Format EPUB in Deutschland sowohl im Belletristik- als auch Sachbuch-Bereich bereits durchgesetzt hat – dies ist ein entscheidender Meilenstein für die Entwicklung eines E-Book Marktes, in dem den Konsumenten eine reichhaltige Auswahl digitaler Buchinhalte aus verschiedenen Quellen angeboten wird“, kommentiert Martin Winkler, Commercial Director Consumer Business bei Sony Deutschland.
Aufgrund dieser Entwicklung wächst auch der Content-Katalog von Libri stetig – aktuell bietet das Unternehmen rund 10.000 Titel im für den Reader optimierten EPUB-Format an, die in mehr als 1.000 E-Book Shops des deutschen Buchhandels angeboten werden – beispielsweise unter www.thalia.de, www.libri.de oder www.mayersche.de.
Zudem hat sich der monatliche Absatz von E-Books seit Oktober 2009 mehr als verdoppelt. Auch im Januar 2010, der für den traditionellen Buchhandel eher schwach verlaufen ist, steigerte sich der E-Book Absatz nochmals.
„Sowohl der Hardware- als auch Content-Verkauf hat sich für Libri sehr positiv entwickelt. Besonders nach dem sehr erfolgreichen Weihnachtsgeschäft ist ein nachhaltiger Anstieg der monatlichen E-Book Downloads zu verzeichnen. Wir gehen davon aus, dass der Markt in diesem Jahr weiter an Dynamik zunimmt. Aktuell beobachten wir wenig Kannibalisierungseffekte mit dem gedruckten Buch. Nach unserer Einschätzung werden im Handel derzeit überwiegend zusätzliche Umsätze generiert“, erläutert Dr. Pascal Zimmer, Geschäftsführer der Libri GmbH, die Erwartungen.
Der E-Book-Markt bietet auch Verlagen neuartige, gewinnbringende Promotion-Möglichkeiten für ihre Titel. „Das E-Book ,Alle sieben Wellen‘ von Daniel Glattauer, dessen Leseprobe auf dem Reader PRS-505 von Sony vorinstalliert wurde, platzierte sich bei uns unter den Top 5 E-Book-Downloads des Jahres 2009“, ergänzt Per Dalheimer, Geschäftsführer der Libri.de Internet GmbH. Neben dem klassischen E-Book Kauf stehen den Lese-Begeisterten auch immer mehr Bibliotheken mit der sogenannten „Onleihe“ zur Verfügung. Hier können verschlüsselte E-Books im EPUB-Format online ausgeliehen und auf den Lesegeräten von Sony digital und legal wiedergeben werden. Nach Ablauf des Leihzeitraums deaktivieren sich die Inhalte auf dem Lesegerät von selbst und sind damit virtuell „zurückgegeben“.

