The Roots "How I Got Over"

- The Roots "How I Got Over"
Def Jam
The Roots sind seit rund zwei Jahrzehnten ein unumstößlicher Fels in der internationalen HipHop-Brandung. Jetzt melden sie sich mit ihrem neuesten Werk zurück: „How I Got Over“ heißt das neunte Studioalbum der bahnbrechenden Live-HipHop-Formation aus Philadelphia.
Während die Crew um Black Thought und ?uestlove den Titel dieses Mal beim gleichnamigen Gospel-Klassiker von Clara Ward entliehen hat (wobei es streng genommen Mahalia Jackson war, die den Song „How I Got Over“ bekannt gemacht hat), bezeichnen „Philly’s finest“ den neuen Longplayer insgesamt als „Schilderung jener Suche nach Hoffnung, mit der sich letztlich jeder in entmutigenden Zeiten wie diesen herumschlägt.“
Als erste Singleauskopplung erscheint der Track „Dear God 2.0“, ein Update zum Song „Dear God“ von den Monsters of Folk, die auch bei den Aufnahmen mitgemischt haben: Für die Aufnahme von „Dear God 2.0“ haben ?uestlove & Co. die MoF-Mitglieder Jim James (sonst bei My Morning Jacket), Conor Oberst und Mike Mogis (Bright Eyes, M. Ward) ins Studio gebeten.
Ein weiterer Albumgast ist gleich auf zwei Songs zu hören: John Legend unterstützt The Roots auf dem Track „Does It Again“, einer neuen Version seines eigenen Tracks namens „Again“, sowie auf „The Fire“, den Legend gemeinsam mit der Band für ihren Auftritt im Rahmen der letzten Winterolympiade geschrieben hat. Überhaupt haben der Soul-Überflieger aus Ohio und The Roots in jüngster Vergangenheit häufiger gemeinsame Sache gemacht: Johns nächstes Album „Wake Up“, das im Herbst erscheinen soll, wurde komplett von der Band produziert; und auch inhaltlich schlägt Legends kommende LP in eine vergleichbare Kerbe wie „How I Got Over“, während er musikalisch dieses Mal Coverversionen von Tracks aus den späten Sechzigern und frühen Siebzigern präsentieren wird.
Zu weiteren Albumgästen von „How I Got Over“ zählen Joanna Newsom auf dem Song „Right On“ sowie Phonte Coleman (Little Brother, The Foreign Exchange), Blu (Blu & Exile), Peedi Peedi, Mercedes Martinez von den Jazzyfatnastees, die Isländerin Patty Crash, der Newcomer Sugar Tongue Slim sowie die Dauergäste Dice Raw, Truck North und P.O.R.N.
Über zwei Jahrzehnte nachdem sich ?uestlove und Black Thought im Büro des Rektors der High School For The Creative And Performing Arts in Philadelphia unter fragwürdigen Umständen erstmals über den Weg liefen – und über 15 Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums im Jahr 1993, woraufhin sie erst mal für ein Jahr nach Europa aufbrachen –, ist der intelligente HipHop-Sound von The Roots noch immer genauso aktuell und relevant wie am ersten Tag: Nachdem die Grammy-Gewinner kürzlich erst als Showband in der US-Sendung „Late Night With Jimmy Fallon“ glänzen konnten, knüpfen sie mit „How I Got Over“ an ihren „Rising Down“-Vorgänger (2008) an, der vom US-amerikanischen Rolling Stone bereits über einen Monat vor der Veröffentlichung abgefeiert wurde, weil die Texte „die Perspektive der Armen und Enteigneten aller Länder, vom Norden Philadelphias bis nach Liberia“ so unglaublich gut auf den Punkt brachten.
Neben Dauergästen wie Dice Raw, Truck North und Peedi Peedi waren letztes Mal auch Common, Chrisette Michele und Wale als Albumgäste mit von der Partie. Im Sommer 2006 hatten The Roots mit „Game Theory“ ihr erstes Album für Def Jam aufgenommen, das schließlich sogar für einen Grammy in der Kategorie „Best Rap Album“ nominiert werden sollte. Auch die erste Single aus diesem Album, „Don’t Feel Right“, wurde nominiert – als „Best Rap Performance By A Duo/Group“, dabei hatten The Roots den Grammy in dieser Kategorie schon 1999 für ihren Hit „You Got Me“ featuring Erykah Badu & Eve vom „Things Fall Apart“-Album abgeräumt.
Derzeit zählen zur Besetzung von The Roots neben Rapper Black Thought und Schlagzeuger ?uestlove auch der Keyboarder Kamal Gray (seit dem „Illadelph Halflife“-Album aus dem Jahr 1996 dabei), der aus Brooklyn stammende Gitarrist Kirk „Captain Kirk“ Douglas, der Percussionist Frank Knuckles (beide sind seit den Aufnahmen zu „The Tipping Point“ im Jahr 2003 dabei) sowie Damon „Tuba Gooding Jr.“ Bryson, der seit ihrer Tour im Jahr 2007 ein festes Mitglied ist, und der Neuzugang Owen Biddle, inzwischen Bassist der Band, nachdem er beim „Game Theory“-Album als Produzent mitgewirkt hatte.
Artist Page
Tracks
1) „Walk Alone“ feat. Truck North, Porn, Dice Raw, Mercedes Martinez
2) „Dear God 2.0“ feat. Jim James, MoF
3) „Radio Daze“ feat. Blu, P.O.R.N., Dice Raw, Mercedes Martinez
4) „Now Or Never“ feat. Phonte Coleman, Dice Raw
5) „How I Got Over“ feat. Dice Raw
6) „The Day“ feat. Blu, Phonte Coleman, Patty Crash
7) „Right On“ feat. Joanna Newsom, Sugar Tongue Slim
8) „Doin It Again“ feat. John Legend
9) „The Fire“ feat. John Legend, Rick Friedrich
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