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Total Eclipse

Total Eclipse
Frankreich / England 1995
FSK 12 J.; ca. 107 Min.
Concorde Home Entertainment
Regie: Agnieszka Holland; Darsteller: Leonardo DiCaprio, David Thewlis, Romane Bohringer
Ton: DD 5.1, DTS 5.1; PAL; RC 2

Anhand der Werke und des Briefwechsels zwischen dem großen französischen Lyriker Paul Verlaine und dem jungen Dichtergenie Arthur Rimbaud entwickelt Drehbuchautor Christopher Hampton („Gefährliche Liebschaften“) die Geschichte einer ebenso außergewöhnlichen, großen und inspirierenden wie verbotenen und zerstörerischen Liebe – brillant besetzt mit Leonardo DiCaprio und David Thewlis.

Frankreich, 1871. Dem bekannten Dichter Paul Verlaine gehen einige Gedichte des jungen Arthur Rimbaud zu. Verlaine ist von den Zeilen so ergriffen, dass er den unbekannten Kollegen zu sich nach Paris einlädt. Er spürt, dass die Verse und die Sprache des jugendlichen Poeten die Literatur verändern werden, dass es ihnen gelingen würde, die Dichtkunst zu revolutionieren. Kurz darauf trifft der erst 16-jährige Rimbaud in dem großbürgerlichen Heim Verlaines ein.

Verlaines Frau, die 18-jährige Mathilde, hat von Anfang an kein gutes Gefühl. Die Situation ist ohnehin kompliziert genug. Paul Verlaine steckt seit längerem in einer Schaffenskrise, er hat schon seit Jahren kein Werk mehr veröffentlicht. Das Paar wird von den überaus wohlhabenden Eltern Mathildes unterstützt, in deren Haus die Beiden auch leben. Doch nicht nur die Wohnsituation, auch Pauls Alkoholproblem belastet die Beziehung der Eheleute. In betrunkenem Zustand wird der Dichter launenhaft und unberechenbar, mal zerfließt er in Selbstmitleid, mal schlägt er seine junge Frau windelweich, um sich anschließend vor Scham wieder sinnlos betrinken zu müssen. Verlaine ist fasziniert von Rimbaud und dessen ungestümer und rebellischer Art.

Als er seinen jugendlichen Gast in die Dichterzirkel der französischen Hauptstadt einführen will, kommt es zu einem Eklat. Rimbaud beschimpft die anderen Anwesenden unflätig, beleidigt die Werke bekannter Autoren und uriniert schließlich vor den Augen aller auf den Tisch. Das respektlose Verhalten, das schier grenzenlose Selbstbewusstsein und die ausdrucksstarke Lyrik Rimbauds, aber auch die jugendliche Schönheit des jungen Mannes ziehen Verlaine geradezu magisch an. Schon bald verbringt er mehr Zeit mit Arthur Rimbaud als mit seiner Frau, daran kann auch die Geburt des gemeinsamen Sohnes nichts ändern. Die intensive Freundschaft der beiden Dichter entwickelt sich schnell zu einem leidenschaftlichen Liebesverhältnis.

Hin- und hergerissen zwischen seiner Frau, die er vor allem körperlich begehrt und Rimbaud, der ihn auch kreativ und intellektuell anspricht, stürzt Verlaine sich in den Alkohol. Mathilde leidet unter der Situation ebenso wie Rimbaud. Er fleht Verlaine an, Paris mit ihm zu verlassen um gemeinsam nach Belgien zu reisen und schlägt ihm ein Abkommen vor: Er ist bereit, den älteren Freund bei der Überwindung seiner kreativen Blockade zu helfen, wenn dieser ihn im Gegenzug finanziell unterstützt. Nach einigem Zögern stimmt Verlaine zu.

Wie schon in Paris experimentieren sie auch in Brüssel mit bewusstseinserweiternden Drogen wie Opium und Absinth; ein unstetes Leben zwischen Leidenschaft und Eifersucht, Rausch und kreativem Schaffen. Verlaine versöhnt sich kurzzeitig mit seiner Frau Mathilde, kehrt aber nicht mit ihr zusammen nach Paris zurück.

Nach einem längeren Aufenthalt in London zieht es Verlaine und Rimbaud wieder nach Brüssel. Immer häufiger kommt es zu Auseinandersetzungen. Rimbaud verausgabt sich in seinen Werken, Verlaine klammert sich nach der Scheidung von seiner Frau verzweifelt an den Geliebten und bewacht eifer-süchtig jeden Schritt Rimbauds.

Verlaine beschließt, seinem unglücklichen Leben ein Ende zu setzen und kauft sich eine Pistole, doch statt sich selbst zu richten, bedroht er Rimbaud und schießt ihm in die Hand. Es kommt zum Gerichtsprozess, Verlaine wird zu zwei Jahren Haft wegen seiner unmoralischen Lebensweise verurteilt. Nachdem er wieder frei ist, strebt er eine Versöhnung mit Arthur Rimbaud an, doch Rimbaud trennt sich endgültig. Bei seiner Familie in Roche verfasst er sein bedeutendstes Werk „Une saison en enfer/ Eine Zeit in der Hölle“, anschließend bereist er Europa und Afrika.

Als er mit nur 37 Jahren an Knochenkrebs stirbt, trifft sich seine Schwester Isabelle mit dem ehemaligen Geliebten und bittet ihn um die Herausgabe einiger Manuskripte ihres Bruders …

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